Mit Ketten und Schlössern gegen «Wild-Kicker»

Auf dem neuen Kunstrasen in der Looren wurde bereits gekickt. Dabei ist der Platz noch nicht eröffnet. Ein kleiner, aber entscheidender Unterschied: Es fehlen noch letzte sicherheitstechnische Arbeiten – und auch die Torschusswände sind noch nicht montiert. Nun hat die Gemeinde Ketten und Vorhängeschlösser montiert.

Der Ball rollte bereits, die Premiere ist also faktisch vollzogen. Schülerinnen, Schüler und Junioren haben den neuen Kunstrasen spotan getestet. Nur: Der Platz ist damit noch nicht offiziell in Betrieb.

Wie die Abteilung Liegenschaften der Gemeinde Maur mitteilt, müssen zunächst noch sicherheitstechnische Details fertiggestellt werden. Auch die Torschusswände kommen erst noch. Bis zur offiziellen Freigabe heisst es deshalb: Fertig ist der Platz noch nicht ganz. Und deshalb darf er (noch) nicht benutzt werden.

Der Vorwurf des Projektleiters

Projektleiter Thomas Stutz teilt schriftlich mit: «Der Kunstrasenplatz ist noch eine Baustelle und vollständig abgesperrt. Gegen den Pausenplatz bildet der Ballfangzaun die Absperrung; die Türen darin waren mit Kabelbindern verschlossen, da die Schliesszylinder noch fehlen. Schüler haben sich unerlaubt Zutritt verschafft, indem sie diese Kabelbinder durchtrennten. Die Gemeinde hat die Türen inzwischen mit Ketten und Vorhängeschlössern gesichert.»

Der Widerspruch der Schüler

Die Schulkinder widersprechen dieser Aussage allerdings. Am Tag, als sie das erste Mal auf dem neuen Geläuf dem Ball nachjagten, seien die Türen unverschlossen gewesen. Auch die Lehrpersonen hätten nichts gegen das spontane Fussballspiel unternommen. Die Kabelbinder seien erst am Tag danach angebracht worden, allerdings so locker, dass sie sich mühelos entfernen liessen.

Eigentliche Premiere später

So oder so: Der erste Praxistest war nur ein Vorgeschmack auf die offizielle Eröffnung. Diese soll später im November mit einem Einweihungsanlass in Anwesenheit von kantonalen Politiker(innnen) folgen. Erst danach wird der Kunstrasen offiziell freigegeben.

Für den FC Maur dürfte die Vorfreude trotzdem gross sein. Das neue Feld soll künftig zusätzliche Trainingsmöglichkeiten schaffen und damit den angespannten Platzverhältnissen etwas Luft verschaffen. (tre.)