Maur rüstet gegen Vandalen auf
Vandalismus, Graffiti, beschädigte Fahrräder: Auf den Schulanlagen in Maur häufen sich die Probleme. Nun reagiert die Gemeinde – mit mehr Videokameras. Überwacht wird allerdings nur ausserhalb der Schulzeiten.
Es wird gesprayt, demoliert und beschädigt. «Auf den Schulanlagen kommt es immer wieder zu Vandalismus, Graffiti und mutwilligen Beschädigungen an Gebäuden und Aussenanlagen», schreibt die Schule Maur in einer Information an die Eltern. Auch Velos seien «verschiedentlich beschädigt oder entwendet» worden. Besonders brisant: Die Vorfälle hätten «in den vergangenen Jahren zugenommen».
Die Konsequenzen tragen letztlich alle: zusätzlicher Reinigungs- und Reparaturaufwand – und eine Schule, die sich zunehmend mit Schäden statt mit ihrem eigentlichen Auftrag beschäftigen muss.
Überwachung statt blinder Flecken
Jetzt zieht die Gemeinde die Schraube an. Die Videoüberwachung wird auf den Schulanlagen ausgebaut. Die Kameras sollen einerseits abschrecken, andererseits bei konkreten Vorfällen helfen, die Verantwortlichen zu ermitteln. «Die Installation der Videokameras erhöht den Schutz von Personen, Gebäuden und Anlagen und soll gleichzeitig präventiv wirken», schreibt die Schule.
Eine Rundumüberwachung soll es ausdrücklich nicht geben. Die Kameras laufen nur ausserhalb der Schulbetriebszeiten, an Wochenenden, Feiertagen und während der Ferien. Erfasst werden Aussenfassaden und Eingangsbereiche, ohne Ton. Die Aufnahmen werden nach 21 Tagen automatisch gelöscht und nur bei einem konkreten Ereignis ausgewertet.
Die Kamera als letzte Konsequenz
Dass die Schule den Einsatz ausdrücklich als «sensibles Thema» bezeichnet, zeigt: Kameras auf einem Schulareal sind keine Bagatelle. Doch offenbar ist der Leidensdruck inzwischen gross genug. Die Botschaft an die Vandalen ist jedenfalls unmissverständlich: Wer nach Schulschluss kommt, könnte künftig beobachtet werden. (tre.)
