Der FC Maur verspielt den Sieg

Dritter Punktgewinn im fünften Spiel: Der FC Maur zeigt gegen Herrliberg II Charakter, steigert sich nach Rückstand und hätte mehr holen können als das 1:1-Remis.

Es war Didi Boberg, der in der Schlussphase zum Maurmer Matchwinner hätte werden können. Zunächst traf der schwedische Puncher in der 74. Minute mit einem wuchtigen Schuss die Latte, acht Minuten später setzte er den Ball aus optimaler Position neben das Tor.

Verletzungssorgen und Personalknappheit

Auch deshalb war FCM-Trainer Paulo Moura am Ende mit dem Unentschieden nicht ganz zufrieden: «Wir steigerten uns in der zweiten Halbzeit deutlich und hätten drei Punkte holen können.» Dass seine Mannschaft aus Personalknappheit praktisch mit dem letzten Aufgebot angetreten war und kurz vor der Pause Neo Moura mit einer Bänderverletzung verlor, änderte an dieser Einschätzung nichts.

Mouras Worte spiegeln die letzte Viertelstunde eines intensiven Spiels perfekt wider. Davor waren es aber die Gäste von der Goldküste, die mehr und die besseren Chancen besassen. Besonders zwischen der 25. und 45. Minute brannte es vor dem Maurmer Tor zeitweise lichterloh. Es war Goalie Marco Von Philipsborn und der fehlenden Herrliberger Kaltblütigkeit zu verdanken, dass es zur Pause 0:0 stand.

Umstrittener Penalty

In der 58. Minute fiel der Führungstreffer der Gäste aber doch noch – durch einen kaltblütig verwandeltem Penalty von Levin Stucki. Allerdings haderte der FCM mit der Entscheidung des Schiedrichters, der sich auch sonst nicht dem Verdacht aussetzte, eine Maurmer Brille zu tragen. So oder so: In diesem Moment sprach kaum mehr etwas für das Heimteam. Doch mit dem Rücken zur Wand bewies der FCM Charakter. Praktisch im Gegenzug traf Anthony Lana zum 1:1 – und leitete die stürmische und unterhaltsame Schlusssequenz ein.

Letztlich blieb es aber beim 1:1 – ein Resultat, das niemanden so richtig glücklich macht. Immerhin: Dank dem dritten Punktgewinn setzt sich der FC Maur vom Tabellenende ab – und kann dem schweren Auswärtsspiel in Männedorf vom kommenden Samstag mit Optimismus entgegenblicken. (tre./fal.)