Maurmer Klatsche im Chilbi-Heimspiel

Im zweiten Saisonspiel der 3. Liga kassierte der FC Maur eine deutliche Heimniederlage. Beim 0:5 gegen den FC Wetzikon kam er meistens einen Schritt zu spät und war schon in der Pause geschlagen.

Was für den FC Bayern München das Heimspiel während des Oktoberfests ist, ist für den FC Maur der Auftritt auf der Looren am Vorabend der Chilbi. Und wie die grossen Bayern traten die Maurmer im edlen Rot zur Partie gegen den FC Wetzikon an.

Doch damit hatten sich die Parallelen zum deutschen Rekordmeister erschöpft. Vor rund 100 Zuschauern zog der FC Maur einen rabenschwarzen Abend ein. Die Wetziker waren von Beginn weg (mindestens) einen Schritt schneller, einen Zacken aufmerksamer und stiegen mit wesentlich mehr Druck in die Zweikämpfe. Und das Heimteam leistete sich früh individuelle Fehler, die gnadenlos bestraft wurden.

Fehlerhafte Defensive

Schon in der vierten Minute führte ein Missverständnis in der Defensive zur Gäste-Führung durch Aeberhard. Und in der 26. Minute stand FCM-Goalie von Philipsborn mit einer zögerlichen Reaktion am Ursprung des zweiten Gegentreffers – erneut erzielt durch den kaltblütigen Aeberhard. Maur war auch danach nie zu einer echten Reaktion fähig. Es waren im Gegenteil die Wetziker, die auf den dritten Treffer drückten – und dieser fiel in der 43. Minute durch einen sehenswerten Distanzschuss von Saiti. Das 4:0 durch Maddaloni – nach einem Abpraller – in der 48. Minute bedeutete die Entscheidung.

Nur der Himmel war rosa

So gab es für die Maurmer in der zweiten Halbzeit eigentlich nur noch ein Ziel – den Schaden in einem erträglichen Rahmen zu halten. Immerhin dies gelang halbwegs. In der 69. Minute prallte ein Freistoss der Wetziker vom Pfosten zurück. In der 85. Minute traf Sylai zum 5:0. Es war der Schlusspunkt. Meteorologisch-sportliche Quintessenz: Rosa war an diesem Abend nur das Dämmerungslicht über der Gemeinde Maur – allerdings ein schwacher Trost für den FC Maur.

Nun nach Volketswil

Damit steht das Moura-Team nach zwei Partien mit einem Punkt im hinteren Bereich der Tabelle. Doch die gute Nachricht liefert der Spielplan: Es gibt noch ausreichend Gelegenheit, diesen Ausrutscher zu kompensieren – das nächste Mal am 13. September in Volketswil. Und nach einem schönen Chilbi-Wochenende sieht die Welt wohl schon viel besser aus. (tre.)