Trotz Regen: Das Grillverbot bleibt bestehen

Die Niederschläge der letzten Tage brachten die ersehnte Abkühlung. Wer in Maur nun auf ein Ende des Feuerverbots hoffte, wird enttäuscht: Die Behörden halten am Verbot fest und verweisen auf die Koordination im Bezirk.

Die Erleichterung nach den drückenden Hitzetagen war spürbar. Der ersehnte Regen kühlte die Temperaturen spürbar ab, die Wiesen erholten sich und die Waldwege zeigen sich stellenweise nass. Für viele Einwohnerinnen und Einwohner lag der Schluss nahe, dass damit zumindest das Grillieren im eigenen Garten wieder erlaubt sei.

Doch die Realität sieht anders aus. Wer einen Cervelat über offenem Feuer brätelt, muss mit einem Polizeieinsatz rechnen. Das durch einen Beschluss von Gemeindepräsident Yves Keller erlassene absolute Feuerverbot bleibt vorderhand bestehen. In Maur setzt man auf eine einheitliche Linie mit den Nachbarn. Gemeindeschreiber Christoph Bless erklärt auf Anfrage: «Aktuell gilt das Feuerverbot weiterhin. Die Gemeinden im Bezirk Uster stehen dazu in engem Austausch und stimmen sich untereinander ab. Sobald das Feuerverbot aufgehoben wird, wird die Öffentlichkeit umgehend informiert.»

Aus Sicht der Verwaltung ist das koordinierte Vorgehen verständlich, um Verwirrung durch unterschiedliche Regelungen von Dorf zu Dorf zu vermeiden. Für die Bevölkerung hingegen wirkt das Festhalten am Verbot zunehmend schwer nachvollziehbar. Es bleibt zu hoffen, dass die Abstimmungsprozesse im Bezirk ebenso zügig verlaufen wie die nächsten Regengüsse – und der gesunde Menschenverstand und die Eigenverantwortung zurückkehren. (tre).