Gericht stoppt Sanierung der «Krone Forch»

Beliebtes Ausflugsrestaurant muss vorerst auf Erneuerung warten – Hans-Peter Amrein erzielt vor Verwaltungsgericht einen Etappensieg. Die Zwischennutzung als Popup-Restaurants ist davon nicht betroffen.

Die geplante 7,2-Millionen-Franken-Sanierung der «Krone Forch» ist vorerst gestoppt. Das Zürcher Verwaltungsgericht hat den Beschluss der Küsnachter Gemeindeversammlung aufgehoben. Das traditionsreiche Restaurant auf der Forch ist auch für viele Menschen aus Maur ein beliebtes Ausflugsziel.

Hartnäckigkeit zahlt sich aus

Auslöser des Verfahrens war ein Rekurs des Küsnachter Altkantonsrats Hans-Peter Amrein. Er hatte sich gegen den Beschluss der Gemeindeversammlung gewehrt und den Rechtsweg bis vor Verwaltungsgericht beschritten. Unabhängig von der politischen Haltung zeigt der Entscheid, dass sich Hartnäckigkeit und der Einsatz für rechtsstaatliche Verfahren auszahlen können.

Urnenabstimmung statt Gemeindeversammlung

Das Gericht befasste sich nicht mit Amreins ursprünglichem Antrag zu den Gästezimmern, sondern mit einer Grundsatzfrage: Wer durfte überhaupt über die Sanierung entscheiden? Weil die «Krone Forch» nach Ansicht des Gerichts zum Verwaltungsvermögen der Gemeinde gehört, hätte eine Investition in dieser Höhe nicht an der Gemeindeversammlung, sondern an der Urne beschlossen werden müssen.

Ob die Sanierung dennoch realisiert wird, ist offen. Der Gemeinderat kann das Urteil noch ans Bundesgericht weiterziehen oder das Bauprojekt nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts schnellstmöglich dem Souverän als Urnenabstimmung unterbreiten.

So oder so: Seit einigen Wochen ist der beliebte Gasthof als Popup-Restaurant und Biergarten jeweils zwischen Donnerstag und Sonntag geöffnet. (tre.)