Busspur soll Stau umfahren – Grundproblem bleibt

Mit einer elektronischen Busspur auf der Maurstrasse will der Kanton Zürich den öffentlichen Verkehr in Fällanden beschleunigen. Für die Busse bedeutet dies mehr Fahrplanstabilität – für den Individualverkehr dürften die Wartezeiten hingegen eher zunehmen.

Der Zürcher Regierungsrat hat rund drei Millionen Franken für eine elektronische Busspur auf der Maurstrasse in Fällanden bewilligt. Sie soll den Bussen Richtung Dübendorf ermöglichen, den täglichen Rückstau vor dem Sternen-Kreisel zu umfahren.

Dazu wird der Verkehr mit einer Lichtsignalanlage angehalten. Der Bus wechselt anschliessend auf die Gegenfahrbahn, überholt die wartende Kolonne und fährt vor dem Kreisel wieder auf die richtige Spur zurück. Weil weder Strassen verbreitert noch Land erworben werden muss, gilt die Lösung als vergleichsweise einfach.

Ursache bleibt bestehen

Für die Fahrgäste des öffentlichen Verkehrs ist die Massnahme zweifellos ein Gewinn. Der übrige Verkehr muss dafür jedoch länger warten. Ähnliche Busbevorzugungen bestehen bereits auf den Strassen von Dübendorf und Schwerzenbach nach Fällanden.

Das eigentliche Problem bleibt damit ungelöst: Der Sternen-Kreisel ist seit Jahren das Nadelöhr der Region und verursacht die täglichen Rückstaus. Eine nachhaltige Entlastung hätte einst eine Grossumfahrung bringen sollen. Dass dieses Projekt 2014 aus dem kantonalen Richtplan gestrichen wurde, erscheint angesichts der heutigen Verkehrssituation kaum mehr nachvollziehbar.

Der Baustart für die neue Busspur ist im Mai 2027 vorgesehen. Die Arbeiten sollen rund sechs Monate dauern. Während der öffentlichen Auflage gingen keine Einsprachen ein.