Ein Igel als Opfer der Temposünder

Ein trauriges Bild bot sich Schulkindern und Autofahrern am Freitagmorgen auf der Chalenstrasse bei der Abzweigung zur Bergwiesenstrasse: Ausgerechnet auf der Markierung für Tempo 30 lag ein überfahrener Igel.

Auf dem Werkhof zeigte man sich für die Mitteilung dankbar – und versprach, das tote Tier so schnell wie möglich zu entfernen. Wirklich überrascht war man über die Meldung allerdings nicht. In der Gemeinde ist bekannt, dass der Durchgangsverkehr auf der Chalen- und Leeacherstrasse wegen der verschiedenen Baustellen in der Umgebung merklich zugenommen hat. Teilweise bewegen sich ganze Kolonnen durch die Tempo-30-Strecke – oft mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit.

Kantonspolizei ist informiert

Gemäss Werksdienst steht die Gemeinde mit der Kantonspolizei in Kontakt, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Passiert ist bisher allerdings wenig. Auch die früher üblichen Radarkontrollen fanden schon länger nicht mehr statt.

Sicherheitsvorsteher gefordert

Man könnte nun sagen, es sei «nur» ein Igel gewesen, der diesen Missstand mit dem Leben bezahlte. Doch gefährdet sind nicht nur Tiere, sondern auch Kindergärtler und Schulkinder. Deshalb ist nun der neue Sicherheitsvorsteher Reto Surbeck gefordert. Er muss rasch handeln. Denn es darf nicht sein, dass die öffentliche Sicherheit durch rücksichtsloses Verkehrsverhalten gefährdet wird. (tre.)