Der FC Maur trotz Niederlage am Ziel

Nicht ganz unerwartet kassierte der FC Maur im drittletzten Saisonspiel der 3. Liga gegen Leader Pfäffikon eine deutliche 0:4-Niederlage. Dennoch durfte sich das Team über den vorzeitigen Ligaerhalt freuen.

Am kommenden Donnerstag beginnt in Nord- und Mittelamerika die grösste Fussball-WM der Geschichte. Dass der reale Fussball aber viel näher liegt, durften die Zuschauerinnen und Zuschauer am Sonntagnachmittag auf der Sportanlage Looren erleben.

Dort empfing der FC Maur im drittletzten Saisonspiel den Tabellenführer Pfäffikon. Das Heimteam zeigte in der ersten Halbzeit eine engagierte und disziplinierte Leistung. Obwohl Maur meist in der Rückwärtsbewegung gefordert war, liess die Mannschaft nur wenige Chancen zu. Offensiv vermochten die Maurmer allerdings kaum Akzente zu setzen.

Schützenhilfe von Männedorf

So gingen die Blicke bald einmal auf die Handys, wo vor allem das Zwischenresultat der Partie Männedorf – Mönchaltorf interessierte. Nur ein Sieg hätte Mönchaltorf im Rennen um den Ligaerhalt – als direkter Konkurrent von Maur – gehalten. Doch dazu kam es nicht. Männedorf siegte 2:1 und sorgte damit auf der Looren vorzeitig für Erleichterung.

So wurde das Geschehen in Maur zur nebensächlichen Momentaufnahme. Dass am Ende eine klare 0:4-Niederlage resultierte, trübte die Freude beim Heimpublikum nicht. Mit dem Klassenerhalt setzt der FC Maur ein wichtiges Zeichen – für die erste Mannschaft, aber auch für den Gesamtverein und die florierende Juniorenabteilung.

Der Stolz des Trainers

Entsprechend stolz zeigte sich Trainer Paulo Moura: «Ich freue mich sehr für die Mannschaft. Dieser Erfolg ist auch auf die klare Leistungssteigerung nach der Winterpause zurückzuführen.» Der Mannschaft sei der Knopf aufgegangen, sagte Moura, der den letzten beiden Saisonspielen nun gelassen entgegenblicken kann.

Und wenn ab Donnerstag der grosse Weltfussball nach Amerika schaut, darf man sich in Maur vergewissern: Auf der Sportanlage Looren ist der Fussball vielleicht kleiner – aber ehrlicher und schöner als in einem WM-Stadion mit Donald Trump und Gianni Infantino. Und das Schnitzelbrot bei Stoppi’s schmeckt definitiv besser als jeder Big Mac. (tre.)