Lieber Urs Freudiger
Seit vier Monaten bist du Präsident der Kommission Maurmer Post. Ein Amt, dass du seither mit viel Engagement ausübst und in welches du dich auch stark einbringst. Dabei hilft dir dein beruflicher Werdegang. Als ehemaliger Leiter Unternehmenskommunikation des EKZ musstest du nicht journalistischen Pfaden folgen, sondern die Interessen deines Arbeitgebers zu vertreten. Dies hast du erfolgreich gemacht und machst es nun auch konsequent bei der Maurmer Post. Als «Mitarbeiter» der Gemeinde Maur lässt du nichts anbrennen.
Du hast dabei «deine Gegner» identifiziert und tust alles um klarzustellen, dass du ihnen keinen Raum einräumen willst. Ja, wo kämen wir hin, wenn wir den offenen Dialog zulassen würden. So hast du im Alleingang entschieden, dem Verein Maurmer Zeitung keinen Platz einzuräumen, damit er über seine Generalversammlung berichten kann. Ein Recht, dass du allen anderen Vereinen in Maur problemlos zugestehst. Sie dürfen sogar noch selber den Text verfassen. Das ist auch noch praktisch, entlastet es doch die Redaktion von der Arbeit, selber zu schreiben.
Vielleicht ist das gut so und im Interesse deiner Auftraggeberin. Ich habe allerdings den Eindruck, dass ein wenig Gelassenheit manchmal hilfreicher wäre. Das würde die Situation entspannen. Dann könnten wir endlich einmal über Inhalte und Möglichkeiten einer zukünftigen Zusammenarbeit reden.
Erstaunlich ist übrigens, dass du trotz der grossen Belastung als Kommissionspräsident noch Zeit findest, die Maurmer Zeitung zu kritisieren. So schreibst du mir in der vergangenen Woche «Die neuste MZ ist ein guter Spiegel davon, was unfairer und nicht ganzheitlicher Journalismus ist.» Mich hat natürlich brennend interessiert, auf welche Artikel du Bezug nimmst. Auf meine Bitte, etwas konkreter zu werden, damit ich dies bei der Redaktion anbringen könnte, schreibst du mir «Sorry, ich mag nicht mehr, mein Goodwill gegenüber der MZ ist aufgebraucht. Brauche auch mich nicht mehr zu erläutern»
Das ist schade. Vielleicht bist du dir als ehemaliger Mitarbeiter von Grosskonzernen einfach nicht gewohnt, Klartext zu reden. Für mich als ehemaliger unabhängiger Unternehmer ist das schwer nachzuvollziehen. Wer kritisiert, soll verstanden werden. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg als Kommissionspräsident.
Freundlicher Gruss
Peter Leutenegger
