Maur baut Videoüberwachung massiv aus

Die Gemeinde Maur verschärft ihre Videoüberwachung deutlich: Ab dem 1. Juli 2026 werden öffentliche Anlagen offiziell rund um die Uhr gefilmt. Das sieht die Teilrevision des Videoreglements vor, die der Gemeinderat beschlossen hat.

Neu gilt ausdrücklich eine dauerhafte Aufzeichnung «24 Stunden pro Tag, 7 Tage pro Woche». Zwar hält das Reglement fest, dass «eine Echtzeitüberwachung nicht zulässig» sei – gefilmt wird trotzdem permanent.

Schulen werden überwacht

Überwacht werden zahlreiche öffentliche Orte: Schulen in Pünt, Ebmatingen, Binz, Aesch und Looren, Kindergärten, das Jugend- und Freizeithaus, Sammelstellen, der Werkhof sowie die Schifflände Maur. Hinzu kommen neue digitale Stelen mit Kameras – etwa bei Bushaltestellen in Ebmatingen, beim Schulhaus Pünt oder bei der Mehrzweckhalle Looren.

Big Brother in der Looren

Besonders auffällig: Im Schulhaus Looren sind gleich 16 Kameras vorgesehen. Kritiker dürften fragen, ob damit Kinder und Jugendliche zunehmend unter Generalverdacht geraten.

Der Gemeinderat begründet die Revision mit einem «rechtssicheren Betrieb» der Anlagen. Laut Reglement dürfen die Aufnahmen nur zur Verfolgung von Straftaten oder zur Durchsetzung von Ansprüchen verwendet werden. «Bewegungs- oder Persönlichkeitsprofile» seien ausdrücklich verboten.

Löschung nach 21 Tagen

Die Aufzeichnungen werden spätestens nach 21 Tagen gelöscht. Gegen den Beschluss kann beim Bezirksrat Uster Rekurs erhoben werden.