FC Maur: Heimrecht verloren, Spiel verloren

Der FC Maur erleidet im Kampf um den Ligaerhalt in der 3. Liga einen Rückschlag. Gegen den SC Zollikon verliert er 1:3. Pikant dabei: Weil die Sportanlage Looren das ganze Wochenende gesperrt war, musste Maur die Partie in Schwamendingen austragen.

Am vergangenen Sonntag herrschte in der Gemeinde Maur prächtiges Ausflugs- und Sportwetter. Von der Sportanlage Looren schweifte der Blick über den wolkenlosen Horizont, weit unten glänzte der Greifensee in karibischem Grünblau.

Sattgrün präsentierte sich auch der Rasen des Hauptplatzes – allerdings mit einem entscheidenden Makel: Die Tore waren entfernt, die Markierungen verblasst. Der Platz war gesperrt.

Bitte Rasen nicht betreten!

Das Ressort Liegenschaften der Gemeinde Maur unter dem Vorsitz von Gemeinderätin Claudia Bodmer (Die Mitte) hatte das Terrain vorsorglich bereits am Donnerstag für das gesamte Wochenende gesperrt – aufgrund der unsicheren Wetterprognosen.

Platzmiete von 150 Franken

Für den FC Maur hatte dies sportliche und finanzielle Konsequenzen. Das Team musste auf die städtische Sportanlage Heerenschürli in Schwamendingen ausweichen. Die Platzmiete betrug 150 Franken – und der Heimvorteil war dahin.

So überraschte es wenig, dass die Mannschaft von Trainer Paulo Moura nach zuvor drei Siegen in Serie gegen das Spitzenteam von der Goldküste mit 1:3 verlor. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Alexander Seupke in der 60. Minute änderte daran nichts. In der 84. Minute zerstörte Zollikon mit dem dritten Treffer die Maurmer Hoffnungen endgültig.

Vortritt für Speerwerferinnen

Zwar liegt Maur fünf Runden vor Saisonende weiterhin auf Rang 10 und weist fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf. Die Platzsituation auf der Looren bleibt jedoch höchst unbefriedigend – zumal das Terrainverbot offenbar nicht für alle gleichermassen gilt. Für die Speerwerferinnen (im Bild) war der Platz in der vergangenen Woche jedenfalls nicht gesperrt.