FC Maur: Mit Selbstvertrauen ins Derby

Nach drei Siegen in Folge empfängt der FCM am Sonntag den ambitionierten SC Zollikon. Das Duell ist für beide Teams wegweisend im Finale der 3. Liga.

Man kann die Bedeutung der Affiche zwischen dem FC Maur und dem SC Zollikon nicht ganz mit dem Glasgower Derby namens “Old Firm” zwischen den Rivalen Celtic und Rangers vergleichen. Aber die Duelle zwischen den beiden nachbarlichen Vereinen haben immer eine spezielle Bedeutung und sind besonders umkämpft.

Das wird am Sonntag kaum anders sein, wenn der FCM die Gäste aus dem nahen Zollikon empfängt (Looren, 15.30 Uhr). Nach den Siegen beim FC Stäfa 2 (1:0), gegen Volketswil (3:2) und in Männedorf (1:0) hat sich Liganeuling Maur satte 9 Punkte aus 3 wichtigen Spielen geholt und sich von der Gefahrenzone am Tabellenende entfernen können. Der Vorsprung des Teams von Trainer Paulo Moura, das in der Tabelle der Gruppe 6 auf Rang 10 liegt, beträgt auf den zweitletzten Stäfa (11.) 8 Punkte. Zur Erinnerung: Die letzten beiden Mannschaften steigen nach Saisonende ab.

Die Prognose des Trainers

Der SCZ dagegen liebäugelt mit der Promotion in die 2. Liga. Nach einer Durststrecke zu Rückrundenbeginn hat sich die Mannschaft von der Goldküste wieder gefangen und liegt drei Punkte hinter Leader Pfäffikon auf Rang 2. Die Chancen für einen Aufstieg fünf Runden vor Schluss sind demnach intakt.

Der FC Maur dagegen kämpft um den Ligaerhalt, er tut dies immer besser und lernt von Runde zu Runde dazu. Der Verbleib in der 3. Liga ist ein realistisches Ziel, zumal die Moura-Truppe zum Saisonschluss von sechs Partien fünf zu Hause austragen darf. “Das ist kein Riesenvorteil, aber ein Heimspiel gibt Sicherheit. Und man hat die Fans als 12. Mann im Rücken”, erklärt Moura. Und weil er den Gegner vom Sonntag als stark und ambitioniert einstuft, sagt der Trainer des FCM mit Bedacht, aber auch mit Zuversicht: “Wenn wir Zollikon schlagen, dann haben wir den Ligaerhalt zu 90 Prozent geschafft.”

Fans kommen so oder so auf ihre Rechnung

Es sind Worte eines Trainers, der sich selbst als “sehr realistisch” einschätzt. Wie auch immer das Resultat ausfallen wird, das Derby ist lanciert und kündigt sich spannend an, was auch die Zuschauerinnen und Zuschauer in Scharen auf die Forch locken sollte. Dank “Stoppi’s Sport Bistro” – neuerdings mit Zelt – lohnt sich der Trip auf die Looren auch kulinarisch.

Und, wer weiss: Vielleicht schaut ja noch der in der Gegend angeblich umherstreifende Wolf als neugieriger Zaungast vorbei.

Florian A. Lehmann