Maur mäht – aber bitte nur bis 19 Uhr

Die Gemeinde Maur erinnert ihre Bevölkerung an die helvetischen Ruhezeiten. Heisst konkret: Der Benzin-Rasenmäher hat Feierabend, bevor die Nachbarn rote Köpfe bekommen.

Es ist Frühling. Die Vögel zwitschern, die Blumen blühen – und irgendwo startet ein Zweitaktmotor direkt neben der Gartenhecke. In Maur will man dem nun freundlich, aber bestimmt den Stecker ziehen.

Die Gemeinde erinnert daran, dass lärmige Gartenarbeiten mittags zwischen 12 und 13 Uhr sowie ab 19 Uhr tabu sind. Nachtruhe gilt sowieso ab 22 Uhr. Oder anders gesagt: Der Häcksler soll schlafen, bevor es die Nachbarn nicht mehr können.

Muskeln statt Motoren

Besonders charmant ist der Lösungsvorschlag der Behörden: Handarbeit. «Muskeln statt Motoren» lautet das Motto. Wer also künftig mit der Handschere im Garten steht, darf sich nicht altmodisch fühlen – sondern quasi als Biodiversitäts-Botschafter. Allerdings könnte sich die Wochenend-Arbeit am satten Grün bis in den Montag erstrecken.

Wildwuchs statt Wimbledon

Denn laut Gemeinde muss der Rasen nicht aussehen wie der Centre Court von Wimbledon. Ein halber Meter Wildwuchs am Rand genüge schon, damit sich Insekten und Kleintiere freuen. Und weniger Mähen bedeute auch: mehr Zeit, den Garten zu geniessen. Aber bitte ohne Nebengeräusche.