Dringend gesucht: Kommissions-Mitglieder
Für die Amtsdauer 2026 bis 2030 müssen in Maur mehrere Kommissionen neu besetzt werden. Während sich in einzelnen Gremien genügend bisherige Mitglieder zur Wiederwahl stellen, zeigt sich bei anderen deutliches Desinteresse – besonders bei der Seniorenkommission und bei der Kommission Maurmer Post.
Der Gemeinderat hat die Erneuerungswahlen für verschiedene Kommissionen eröffnet. Bis zum 15. Mai 2026 können Einwohnerinnen und Einwohner ihre Kandidatur einreichen.
Auffällig ist die Situation bei der Kommission Maurmer Post: Das Gremium umfasst fünf Sitze inklusive Präsidium, doch bisher stellen sich nur vier Mitglieder erneut zur Wahl – Präsident Urs Freudiger sowie Ben Jakob, Oliver Rieder und Céline Stemmer. Mindestens ein Sitz bleibt damit offen.
Gerade die Maurmer Post als offizielles Publikationsorgan der Gemeinde spielt eine wichtige Rolle für die lokale Information. Umso erstaunlicher ist, dass sich kaum genügend Personen für diese Aufgabe finden.
Noch drastischer bei den Senioren
Noch deutlicher zeigt sich das Problem bei der Seniorenkommission: Dort bewirbt sich niemand zur Wiederwahl. Das Gremium müsste vollständig neu besetzt werden – bemerkenswert in einer Gemeinde mit wachsender älterer Bevölkerung.
Bei der Kulturkommission dagegen stellen sich sechs von sieben Mitgliedern erneut zur Verfügung. Auch in der Landwirtschafts- und Werkkommission gibt es mehrere Wiederkandidaturen, allerdings ebenfalls freie Sitze.
Wenig Prestige, viel Verantwortung
Kommissionsarbeit bleibt oft unsichtbar, obwohl sie für das Funktionieren einer Gemeinde zentral ist. Sie bringt Verantwortung, aber wenig öffentliche Anerkennung. Dass sich gerade für wichtige Bereiche wie die Maurmer Post oder die Seniorenarbeit kaum Interessierte finden, dürfte dem Gemeinderat zu denken geben. (tre.)
