Asylheime als Hotspots für Kriminalität

Ein früherer Flüchtling schaltet sich in die Maurmer Debatte um die Erweiterung der Asylheime in Ebmatingen und Aesch ein. Er warnt vor den Zuständen in solch grossen Zentren – und plädiert für eine dezentrale Unterbringung der Asylsuchenden.

Ich habe die Meinung von Thomas Renggli in der «Maurmer Post» bezüglich der Abstimmung über die Erweiterung und Fixierung der Asylheime in Ebmatingen und Aesch gelesen und möchte ihm für seine klare Position danken.

Dieses Thema betrifft mich und meine Familie insofern persönlich, als dass wir in der zweiten Hälfte 2026 nach Ebmatingen ziehen werden. Als ehemaliger Flüchtling, der selber in Asylunterkünften in verschiedenen Gemeinden untergebracht war, kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Ich bin gegen diese grossen Zentren.

Die Konzentration von Asylsuchenden an einem Ort macht die Betroffenen oft aggressiver, da sie von der Gesellschaft separiert werden. Zudem entwickeln sich solche Zentren häufig zu Hotspots für Kriminalität – insbesondere durch Asylbewerber ohne Bleiberecht, deren Ausschaffung oft nahezu unmöglich ist und die manchmal jahrelang in diesen Zentren bleiben.

Der Gemeinderat argumentiert, die Asylheime würden die Wohnungssituation entlasten – weil so Wohnung frei werden, in denen jetzt Asylsuchende untergebracht sind. Doch genau diese dezentrale Unterbringung in normalen Wohnungen ist aus meiner Sicht die bessere Lösung. Eine Verteilung über verschiedene Wohnblöcke verhindert die problematische Konzentration, die oft zu Kriminalität und zur sozialen Isolation führt.

Said El Fassi, Winterthur