Silvester in Maur: Freiheit und Verantwortung

Anders als in vielen Zürcher Oberländer Gemeinden – Bubikon, Hombrechtikon, Gossau, Dürnten, Oetwil am See, Bauma, Rüti oder Wangen-Brüttisellen – haben die Maurmerinnen und Maurmer an der Dezember-Gemeindeversammlung entschieden: Lärmende Feuerwerke bleiben erlaubt. Nun kommt es an Silvester zum «Crashtest».

Im Zentrum steht auch die Frage, ob «Feuerwerkstouristen» unsere Gemeinde entdecken. Oder konkret: Werden Menschen aus den Nachbargemeinden nach Maur kommen, um hier richtig zu knallen? Und werden alle dabei die nötige Rücksicht walten lassen – auf Nachbarn, auf Tiere, auf das öffentliche Umfeld?

Ruhe im Oberland

Die umliegenden Gemeinden setzen auf Vorsicht und Schutz. Viele Verbote sind per Polizeiverordnung geregelt und greifen ganzjährig oder an besonderen Tagen wie Silvester. Ziel: Mensch und Tier schützen, Konflikte vermeiden. Auch die Stadt Zürich greift regulierend ein: private Knallerei wird in der Innenstadt limitiert.

Maur zwischen Tradition und Verantwortung

Maur geht einen anderen Weg. Feuerwerk ist erlaubt, Tradition wird gelebt – doch Verantwortung ist gefragt. Wer Böller zündet, sollte bedenken: Die Freiheit endet nicht an der eigenen Haustür. Rücksichtnahme auf Nachbarn, Tiere und die Umgebung bleibt entscheidend.

Die Silvesternacht wird zeigen, wie sich die Gemeinde als Gastgeberin für Feiernde behauptet. Maur wird zum Testfall, wie Tradition, Freude und Vernunft zusammenpassen. Und vielleicht auch, ob die Gemeinde tatsächlich zum Ziel für Ausweichende aus den restriktiveren Gemeinden wird – oder ob sich alle Beteiligten an die Regeln des Anstands halten