Maur gibt auf – Rad-WM-Geld ist verloren

Die Gemeinde Maur schreibt ihre Forderung aus der Rad-WM 2024 ab. Eine Entschädigung von 57’000 Franken sei «ausgeschlossen», erklärte der Gemeinderat an der Gemeindeversammlung. Damit bleibt nur noch Erlenbach als offene Gläubigerin.

Ein Jahr nach der Rad-WM ist für Maur klar: Das Geld kommt nicht zurück. Der Maurmer Sicherheitsvorstand Thomas Hügli (GLP) sagte am vergangenen Montag im Loorensaal, die Gemeinde habe mit dem Festhalten an der Rechnung vor allem auf die ausserordentliche Belastung aufmerksam machen wollen. Politisch sei das Thema sichtbar geblieben, finanziell habe es jedoch nichts gebracht. «Damit müssen wir nun leben», so Hügli.

Stadt Zürich schliesst Zahlung aus

Den definitiven Entscheid fällte der Gemeinderat nach einem Austausch mit der Stadt Zürich im November. Laut Hügli teilte Stadtrat Raphael Golta (SP) der Gemeinde mit, dass eine Zahlung ausgeschlossen sei. Maur akzeptiert dies nun und zieht Konsequenzen: Künftige Vereinbarungen mit Stadt, Kanton oder Grossveranstaltern sollen schriftlich festgehalten und die Kostenverteilung verbindlich geregelt werden. Ein Vertrauen auf «Treu und Glauben» reiche nicht mehr.