Tote Hunde: Staatsanwaltschaft schweigt weiter
In der Nacht auf den 24. Oktober starben in einer Hundepension in Maur elf Hunde unter bislang ungeklärten Umständen. Ein weiteres Tier überlebte knapp. In der Öffentlichkeit und unter Hundebesitzern war schnell von «Hinweisen auf eine mögliche Vergiftung» die Rede – seither aber herrscht Funkstille von offizieller Seite.
Ein Tierarzt, der den Fall eng verfolgt, hält eine einfache Kontamination für ausgeschlossen. «Wenn elf Hunde innert Stunden sterben, braucht es direkten Zugang zu den Tieren oder ihrem Futter oder Wasser», sagt er. Ein Gift am Wegrand oder im Auslauf würde nicht von allen Tieren in gleicher Menge aufgenommen.
Medien fragen – Behörden schweigen
Die Maurmer Zeitung stellte der Oberstaatsanwaltschaft präzise Fragen: Wurden die Hunde vergiftet? Welche Substanz war im Spiel? Gibt es toxikologische Ergebnisse? Wird im Umfeld der Besitzer der Pension ermittelt? Wie sieht der Zeitplan aus?
Die Antwort der Medienstelle vom 10. November blieb vage. Man untersuche «mutmassliche Vergiftungen» gemeinsam mit der Kantonspolizei. Weitere Informationen über die erste Mitteilung der Kantonspolizei hinaus gebe es nicht. Auch am 4. Dezember folgte nur der Hinweis, es gebe «keine Neuigkeiten».
Verunsicherung in der Gemeinde
Die Zurückhaltung der Behörden sorgt in Maur für ungute Gefühle. Viele Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer fühlen sich im Ungewissen – zumal unklar bleibt, ob eine Gefahr besteht oder ein gezieltes Delikt vorliegt. Die Ermittlungen laufen weiter, doch wann Resultate vorliegen, ist nicht abzusehen.
