Für den Vorschlag der Gemeinde in der Looren

Der Maurmer Ortsbürger Felix Graf äussert sich mit einem Leserbrief zum Artikel in der gedruckten Ausgabe der Maurmer Zeitung vom 28. November mit dem Titel «Riskantes Spiel auf dem Looren Areal» und spricht sich für das Projekt der Gemeinde aus.

Die Bedürfnisse zur Erweiterung der Sport- und Freizeitanlage Looren wurden unter allen Anspruchsgruppen der Gemeinde Maur erhoben. Die Finanzierung des Gesamtprojektes ist gesichert, der Steuerfuss wird gesenkt, und die Gemeinde steht finanziell sehr gut da. Kostendisziplin ist für die Gemeinde eine Selbstverständlichkeit, gehört zu deren Tagesgeschäft und braucht deshalb keine spezielle Priorität.

Der TV Maur hat ein natürliches Interesse daran, die frisch homologierte Anlage in vollem Umfang zu nutzen und unterstütz den Vorschlag der Gemeinde ohne jegliche Abänderungen. Es gilt aber vor allem die finanziellen Auswirkungen zu berücksichtigen: Die über 600’000 Franken für die Sanierung des Rasens wären zum Fenster rausgeworfen. Ein bestehender, spielbarer Rasenplatz würde durch einen Kunstrasenfeld ersetzt, was Mehrkosten von ca. 2 Millionen Franken verursacht.

Ein Flickenteppich entsteht, wenn man einzelnen Modulen höhere Prioritäten geben will und die gegeneinander ausspielt. Die Prioritäten werden vielmehr durch das Bauprogramm bestimmt und nicht durch eine vermeintliche Gewichtung der Vereine oder Anspruchsgruppen. Bei einer Aufteilung der Module würde der politische Prozess jeweils neu gestartet werden müssen, was zu unnötigen Verzögerungen führt.

Statt Argumente aufzuwerfen, es sei zu teuer, zu kompliziert, es dauert zu lange usw. sollten wir uns fragen, was es braucht, damit ein solches Projekt möglichst rasch zustande kommt.

Unterstützen wir doch die enorm wichtige Freiwilligenarbeit, die für alle Altersgruppen geleistet wird. Diese trägt zu einem funktionierenden Gemeindeleben bei.

Felix Graf, Maur