Die Maurmer Zeitung – näher dran

Pünktlich zum Wochenende liegt die neue Ausgabe der Maurmer Zeitung in den Briefkästen. Und sie hat es in sich. Die absehbare Steuersenkung, das mögliche Feuerwerksverbot, der schwelende Streit um die Asylunterkünfte – Themen, die in Maur für Gesprächsstoff sorgen. Und für Emotionen.

Auf 20 dicht gefüllten Seiten geht es um das, was diese Gemeinde bewegt. Etwa um die geplante Renaturierung zwischen Ebmatingen und Zumikon – ein Projekt, das mehr ist als ein ökologischer Eingriff: ein Blick darauf, wie wir künftig leben wollen. Ebenso im Fokus: Die prekäre Sicherheitslage auf den Schulwegen. Eltern sind besorgt, Behörden gefordert.

Besonders eindrücklich ist das Gespräch mit Raymond Guggenheim. Der Maurmer Unternehmer und Philanthrop setzt seit Beginn des Kriegs seine Kräfte für die verletzlichsten Menschen der Ukraine ein. Er erzählt von Schicksalen, die nahegehen – und von einer Realität, die man hier kaum fassen kann.

Und dann ist da noch jener Tag im Februar 2024, der Maur erschüttert hat. Nun liegt das Buch «Tod im Sponstürli» vor. Autor Thomas Renggli zeichnet darin die Ereignisse nach – präzise, schonungslos, menschlich. Literaturkritiker Florian A. Lehmann hat sich das 144-seitige Werk vorgenommen und ordnet ein, was bleibt.

Zum Schluss ein Blick zurück: Ebmatingen als Radquer-Hotspot, als Bühne grosser Namen und kleiner Wunder. Eine Vergangenheit, die man fast riechen kann – modrige Walderde, kalte Winterluft, das schwere Atmen der Meister.

All das – und noch viel mehr – steckt in der neuen Maurmer Zeitung. Packend, nahbar, berührend. Eine Ausgabe, die man nicht einfach liest, sondern erlebt.