Keine Windturbinen in Maur

Die Zürcher Regierung hat ihre Windkraftpläne weiter reduziert. Statt ursprünglich 46 Standorten sollen nun noch 19 Gebiete in den kantonalen Richtplan aufgenommen werden. Grund dafür sind zahlreiche Einwendungen aus Gemeinden und der Bevölkerung sowie Konflikte etwa mit Avia­tik, Landschafts- oder Ortsbildschutz. Insgesamt gingen rund 5500 Stellungnahmen ein. Auch die Gemeinde Maur wird aus dem Richtplan gestrichen.

Das Potenzialgebiet im Bereich Guldenen auf dem Pfannenstiel wird nicht in den Richtplan aufgenommen. Hauptgrund ist die Anflugschneise auf den Flughafen Zürich. Damit ist klar: Maur muss vorerst keine Windkraftanlagen befürchten. Die Regierung hält fest, dass Gebiete mit offenkundigen Konflikten oder ungenügenden Abklärungen – wie am Pfannenstiel – aus der Planung fallen.

Politisch löst der Rückzug unterschiedliche Reaktionen aus: Während die SVP einen Teilerfolg feiert, kritisieren Grüne und GLP den Entscheid als zu defensiv und mutlos. Sie bemängeln insbesondere, dass Pfannenstiel – aus ihrer Sicht ohne ausreichende Prüfung – gestrichen wurde. Die endgültige Entscheidung über alle Richtplaneinträge fällt 2026 im Kantonsrat.