Steuerfuss ab 2026 bei 80 Prozent
Die Gemeindeversammlung am 8. Dezember verspricht zusätzliche Spannung. In einem Inserat in der «Maurmer Post» vom 7. November stellt altKantonsrat Alex Gantner einen Antrag auf Senkung des Steuerfusses auf 80 Prozent.
Nach seiner finanz- und steuerpolitischen Auslegeordnung in der letzten gedruckten Ausgabe der «MaurmerZeitung» wird es nun konkret: Der langjährige Gemeinde-, Bezirks- und Kantonspolitiker aus Maur wird einen Antrag auf Senkung des Gemeindesteuerfusses um fünf Prozentpunkte auf neu 80 Prozent stellen.
Die Investitionen der nächsten Jahre sind nicht gefährdet
Das Investitionsprogramm der nächsten Jahre sei solide finanziert, heisst es in besagtem Inserat. Das Eigenkapital der Gemeinde, die Dank einer umsichtigen Finanz- und Steuerpolitik seit den 1990er Jahren ohne Schulden dasteht, beträgt per Ende 2024 rund 216 Millionen Franken. Auch für 2025 kann mit einem deutlichen Überschuss und hohem positiven Cash-flow gerechnet werden. Die finanzielle Ausgangslage und die in Aussicht gestellte Etappierung der grossen Investitionen im Bildungs-, Sport/Freizeit- und Sicherheitsbereich bieten Hand für eine Senkung der kommunalen Steuerlast. Die Kosten für den Anschluss an und die bereits bewilligte Erweiterung der Kläranlage in Fällanden wird bekanntlich über die separaten Abwassergebühren finanziert.
Gemeinderat mit technokratischer Begründung
Auch aus Sicht des Gemeinderates soll der Steuerfuss sinken, aber nur um zwei Prozentpunkte auf 83 Prozent. Die Begründung, dass der Anstieg der kantonalen Steuerkraft zu einer Entlastung der Abliefergemeinden im Finanzausgleich führe, sei technokratisch, für Laien nicht nachvollziehbar und greife in der Argumentation zu kurz, so der Antragsteller. Viel entscheidender sei nämlich, dass endlich die massiven Überschüsse und Budgetabweichung der letzten Jahre, kumuliert im zweistelligen Millionenbereich, an die Steuerzahlenden zurückfliessen könnten. „Eine zusätzliche Entlastung von jährlich 1,5 Millionen ist für die Gemeinde finanziell verkraftbar und somit vertretbar“, fügt der ehemalige Freisinnige und nun Parteilose auf Anfrage an.
Gleiche Stossrichtung von der SVP?
Auch von der wählerstärksten Partei in der Gemeinde kann zum Thema „Steuerfuss 2026“ mit einem Antrag gerechnet werden. So schrieb die SVP im September anlässlich eines Berichts von ihrer Parteiversammlung, dass ein Zielwert von «plusminus 80 Prozent» ein hehres Ziel sei.
