FDP-Frau in RPK
Die favorisierte FDP-Politikerin Franziska Kristensen sichert sich den vakanten Sitz in der Rechnungsprüfungskommission. Sie gewann die Ersatzwahl gegen den parteilosen Daniel Steffen mit 1693:1160 Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 44,7 Prozent.
So deutlich das Resultat, so gross ist auch der Zwiespalt, der hinter der politischen Machtverschiebung steht: Nach Kristensens Wahl besetzt die FDP vier von fünf Sitzen in der Aufsichtskommission – jener Instanz, welche die Arbeit von Gemeindepräsident und Finanzvorsteher Yves Keller (FDP) zu kontrollieren hat.
Brandschutzabnahme durch Hausbesitzer
In einer Kolumne mit dem Titel «Maurigarchie» schrieb der nun unterlegene Steffen in der jüngsten Ausgabe der «Maurmer Zeitung»: «Die RPK ist eigentlich dafür da, Gemeinderat und den öffentlichen Haushalt zu kontrollieren. Was in Maur nun aber in etwa so aussehen könnte, wie ein Hausbesitzer, der sich selber die Brandschutzabnahme erteilt».
Selbstgespräche statt kritische Rückfragen
Steffen kommt zu einem fatalistischen Fazit: «Wenn schon das gleiche Parteilogo auf allen Sitzungssesseln klebt, kann man sich die Abstimmungen ja auch sparen». Kritische Rückfragen seien in Maur wohl Selbstgespräche, mutmasst Steffen. Es sei speziell, wenn eine Partei nach «Trumpscher Manier» am liebsten allein regiert und dann auch noch den Applaus spendet.
Dies kann die FDP heute in Maur. Der Selbstapplaus ist ihr nicht zu nehmen. Er erfüllt das Gemeindehaus wohl bis in den letzten Winkel.
Schulpflege: 2. Wahlgang
Nichts zu jubeln gab’s dagegen für die Kandidierenden um den frei werdenden Platz in der Schulpflege. Niemand erreichte das absolute Mehr (1437 Stimmen). Am meisten Voten (878) vereinte die parteilose Rahel Giuliani auf sich.
