Looren: Mogelpackung Kunstrasen

Der Gemeinderat Maur plant Investition von 1,7 Millionen Franken für den Bau eines neuen Kunstrasenfeldes auf der Sportanlage Looren. Doch es gibt einen grossen Haken: Das Feld ist aufgrund seiner beschränkten Grösse nur für E- und D-Junioren geeignet.

Die Gemeinde Maur teilt mit, dass auf der Schul- und Sportanlage Looren  bald ein neues Kunstrasenspielfeld entstehen soll. Der Gemeinderat hat das entsprechende Projekt verabschiedet und beantragt der Dezember-Gemeindeversammlung einen Kredit von 1,725 Millionen Franken.

Mehr Möglichkeiten für Schule und Vereine

Bislang stehen in der Looren zwei Naturrasenspielfelder zur Verfügung. Deren Nutzung ist jedoch stark vom Wetter abhängig, was immer wieder zu Einschränkungen beim Schulsport sowie im Trainingsbetrieb der Vereine führt. Mit dem geplanten Kunstrasenfeld will die Gemeinde eine wetterunabhängige und intensiver nutzbare Spielfläche schaffen.

Das neue Spielfeld entsteht neben dem im Bau befindlichen Bevölkerungsschutzgebäude. Schon vor der Abstimmung über dessen Neubau hatten sich die Schule Maur und die lokalen Sportvereine darauf geeinigt, dass dort ein verkleinertes Spielfeld bestehen bleibt. Darauf sollen weiterhin Meisterschaftsspiele der D- und E-Junioren möglich sein.

Das Problem bleibt

Das Kunstrasenspielfeld solle ganzjährig genutzt werden können. Dadurch werde das bestehende Hauptfeld aus Naturrasen entlastet, so die Gemeinde.

Am Hauptproblem des FC Maur ändert diese Projekt allerdings nichts. Der Klub braucht einen Kunstrasen in der Grösse eines «normalen» Fussballfeldes. Kommt dieser nicht, muss die 1. Mannschaft ihre Heimspiele (und Trainings) auch künftig im Winterhalbjahr in Schwamendingen oder auf dem Feld des Fifa-Hauptsitzes austragen.

Bau ab 2026

So oder so: Vorausgesetzt, die Gemeindeversammlung spricht im Dezember den notwendigen Kredit, soll das kleine Spielfeld im Jahr 2026 erstellt werden. Die Gemeinde sagt dazu: «Der Bau ist zeitlich auf das neue Bevölkerungsschutzgebäude abgestimmt, sodass die Baustelleneinrichtungen effizient gemeinsam genutzt werden können».