Landi: Mega-Projekt an der Fällanderstrasse
Die landwirtschaftliche Genossenschaft Landi Maur, eine der letzten ihrer Art im Zürcher Oberland, plant das grösste Bauprojekt ihrer 112-jährigen Geschichte: Ein neues Landi-Geschäft mit sieben Mietwohnungen soll bis 2026 an attraktiver Lage nahe dem Greifensee entstehen.
Die Genossenschaft ist tief in Maur verankert, mit einem bestehenden Laden im Dorfzentrum sowie mehreren Liegenschaften, etwa in Ebmatingen oder Scheuren. Das neue Projekt wird auf einem 5300 Quadratmeter grossen Grundstück an der Fällandenstrasse realisiert, das 2018 gemeinsam mit Investoren erworben wurde. Der Landi-Anteil umfasst rund 13,1 Millionen Franken Investitionsvolumen, wovon 5,1 Millionen auf das Grundstück entfallen.
Doppelt so grosser Laden
Die neue Verkaufsfläche von 800 Quadratmeter wird gemäss dem «Anzeiger von Uster» mehr als doppelt so gross wie der aktuelle Laden in Maur. Darüber entstehen zwei Etagen mit Wohnungen. Trotz geringerem Umsatz im Vergleich zu größeren Genossenschaften setzt die Landi Maur auf Selbstständigkeit und lokale Präsenz, auch gegen den Wunsch der Dachorganisation Fenaco, den operativen Betrieb einzustellen.
Knackpunkt Zufahrt
Ein Knackpunkt ist die geplante Zufahrt, die einen beliebten Velo- und Spazierweg am See kreuzt. Hier könnten künftig sicherheitstechnische Anpassungen nötig werden, auch wenn der Kanton aktuell keine baulichen Massnahmen vorsieht.
Die Landi Maur steht wirtschaftlich solide da, mit einem Immobilienwert von 11,7 Millionen Franken und stabilen Mieteinnahmen. Der Entscheid für das Bauprojekt ist auch ein Bekenntnis zur Verbundenheit mit der Gemeinde Maur: Man wolle nicht zur reinen Immobiliengesellschaft werden, sondern ein sichtbarer und aktiver Teil des Dorfes bleiben.
